Vorsicht vor Betrügern in der Umzugsbranche

Veröffentlicht am 09. Oktober 2016

Leider gibt es in unserer Branche immer wieder betrügerische Erpresser, die aus Ihrem Umzug mit unlauteren Mitten Kapital schlagen wollen. Achten Sie also bei der Auswahl Ihres Umzugsunternehmens unbedingt auf ein paar grundlegende Dinge:

1. Vorbesichtigung: Um Ihren Umzug sinnvoll kalkulieren zu können, muss das Umzugsunternehmen vorab eine Besichtigung in ihrem alten Zuhause ansetzen. Wenn ihr Umzugsunternehmen keine Vorbesichtigung braucht, sollten Sie stutzig werden!

2. Kostenvoranschlag: Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag geben. Dieses Dokument sollte alle abgesprochenen Leistungen sowie die Mehrwertsteuer enthalten. Viele dubiose Umzugsfirmen zocken vor allem bei den Verpackungsmaterialien und den Nebenleistungen ab. Schauen Sie hier genau hin. Bei einem Festpreis sollten ALLE umzugsrelevanten Leistungen auch enthalten sein. Leistungen die über einen scheinbar unschlagbar günstigen Festpreis hinausgehen, werden ansonsten gerne zu völlig überteuerten Preisen angesetzt. Aufgepasst!

3. Versicherung: Schwarze Schafe in der Branche sind gerne mit Kleintransportern unterwegs und sehen hier eine zusätzliche Möglichkeit ihre Kunden abzuzocken. Die Billiganbieter verwenden oft solche Kleintransporter, um die gesetzliche Versicherungspflicht zu umgehen. So können sie den Kunden eine Transportversicherung zu völlig überzogenen Preisen andrehen. Umzugsunternehmen sind bei Fahrzeugen ab einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen gesetzlich verpflichtet, das Umzugsgut zu versichern. Kommt es beim Umzug zu Schäden, haftet der Spediteur für von ihm verursachte Schäden bis 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut. Liegt aber das Gesamtgewicht der Fahrzeuge darunter, sind die Speditionen von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit. Fragen Sie also gezielt nach, mit welchen Fahrzeugen der Umzug durchgeführt wird und wie ihr Transportgut abgesichert ist.

4. Wo „sitzt“ ihr Unternehmer: Unseriöse Billiganbieter bieten ihre Leistungen meist in Werbeblättchen, auf dubiosen Internetseiten und auf Flyern an. Oft findet sich bei den Anzeigen und Werbebannern lediglich eine Handynummer oder Postfachadresse. Für ihren Umzug sind die Anbieter meist gut unter diesen Nummern zu erreichen. sollte mal was mit ihrem Umzug schief gehen, sind diese Firmen dann plötzlich nicht mehr zu finden.

Wie es gehen kann, zeigt dieser Fall:

http://www.rp-online.de/panorama/moebelpacker-sollen-kunden-erpresst-haben-aid-1.6307770